• Freiwillige Feuerwehr Stadt Mayen
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Ein Bus kommt auf der Autobahn 48 ins Schleudern und begräbt drei Autos unter sich – Hilferufe, Schreie und Klopfgeräusche sind aus den Fahrzeugen zu hören. Überall liegen Glasscherben, aus einem Auto steigt Rauch auf. Diese Situation finden die freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst vor, als sie am Samstag am Unfallort Raststätte Elztal Nord mit Martinshorn und Blaulicht eintreffen.

Auch im Jahr 2019 wurde am 6. und am 7. Juli wiederum ein Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr durchgeführt.

Man konnte den Stein förmlich fallen hören, der Hausens Ortsvorsteher Karl Josef Weber in der kleinen Zusammenkunft im Bürgerhaus nach dem symbolischen ersten Spatenstich vom Herzen fiel.

In diesen Tagen führte der Löschzug Kürrenberg seine jährliche Dienstbesprechung mit allen Kameradinnen und Kameraden durch.

So selbstverständlich wie die Jahresabschlussübung der Feuerwehr im Herbst in den Mayener Terminkalender gehört, wird bei der Wehr im späten Frühjahr das übungsintensive Sommerhalbjahr offiziell eröffnet. Die Kameradinnen und Kameraden versammelten sich an diesem Tag am Depot in der Maifeldstraße, um unter musikalischer Begleitung durch die Feuerwehrkapelle zunächst einen gemeinsamen Kirchgang anzutreten und dort den göttlichen Beistand zu erbitten für ihre teils lebensgefährlichen Hilfeleistungen an ihren Mitbürgern. Nach dem Gottesdienst in der Herz-Jesu Kirche ging es zum offiziellen Teil mit Grußworten, Ehrungen und Beförderungen sowie neuesten Informationen zurück in die Mayener Feuerwehrzentrale. Wehrleute und Gäste beendeten den offiziellen Teil des Tages mit einem kleinen Imbiss und einem gemütlichen Beisammensein.

Zurück vom Kirchenbesuch begrüßte Zugführer Wolfgang Saur im Feuerwehrdepot neben den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden auch die vollständige Wehrleitung, einige Politiker verschiedener Parteien und besonders Oberbürgermeister Wolfgang Treis, der Kraft seines Amtes oberster Chef der Feuerwehr ist. Gleich eingangs lobte Saur wie später auch weitere Redner die von Militärdekan Michael Kühn gestaltete Messfeier, kam dann aber sehr schnell auf die Dinge zu sprechen, die in diesem Jahr besonders interessieren. Die Sperrung des baufälligen Altbereichs des Depots betrifft auch die dort befindliche Übungsstrecke für die jährlich verpflichtete Atemschutzbelastungsprüfung. Die betroffenen Kameraden müssen deshalb den weiten Weg nach Gelsdorf auf sich nehme n, um die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung durchzuführen. Besorgniserregend seien auch die Einsatzzahlen. So wurde die Wehr bis dato bereits zu 130 Einsätzen alarmiert; im Durchschnitt der vergangenen Jahre war nur etwa die Hälfte üblich. Auch die insgesamt 33 Einsätze allein am 10. März nach einem Sturmereignis kann die gestiegenen Anforderungen nicht in Abrede stellen. Zahlreiche Türöffnungen und der Einsatz der Drehleiter in Nachbargemeinden taten ein Übriges. Abschließend bedankte sich Zugführer Saur für das sehr gute Verhältnis zur Verwaltung, zur Wehrleitung und die Unterstützung durch die politischen Gremien in Zeiten angespannter finanzieller Möglichkeiten.

Mayens Oberbürgermeister und Feuerwehrchef Wolfgang Treis bedankte sich erneut und intensiv bei den Kameradinnen und Kameraden der Wehr und ihrer Familien für die immer wieder ehrenamtlich geleistete Arbeit unter teilweisem Einsatz von Leib und Leben.

Bestimmt halten einige die Dankesworte des Stadtchefs, besonders wenn man sie schon öfter gehört hat, für abgedroschene Phrasen. Dennoch kamen die Worte des Oberbürgermeisters in überzeugender Form und glaubhaft ’rüber, ebenso die Gruß- und Dankesworte, die Kreisbeigeordneter Rolf Schäfer anstelle des immer noch erkrankten Landrats überbrachte.

Interessante Neuigkeiten hatte Wehrleiter Andreas Faber mitgebracht. So werden Kameraden das Training für die neue Drehleiter am 11. Juni beginnen und sie am Abend des 12. Juni nach Mayen überführen. Weitere drei Monate Training vor Ort seien vor einer regelmäßigen Nutzung nötig, bevor die neue Drehleiter am 28. September öffentlich eingesegnet wird. Neben diesen reinen Informationen gab es abschließend aber auch kritische und unmissverständliche Worte zur Eröffnung des Sommerhalbjahres.

Für die deutlich gestiegenen Einsatzzahlen machte Wehrleiter Andreas Faber in seinen Worten auch Umstände aus, die bei den anwesenden Kameradinnen und Kameraden auf ungeteilte Zustimmung stießen. So wird die ehrenamtlich tätige Feuerwehr inzwischen auch gerufen, wenn beispielsweise die Lehrer und Schüler des Gymnasiums nicht mit einer wild gewordenen Krähe fertig werden können, eine tote Ratte in einem Lüftungsschacht anfängt zu stinken oder ein immer noch verstopfter Abfluss im Keller zur wiederholten Überflutung führt. Bei solchen Einsätzen, oftmals zudem zu nachtschlafender Zeit, fühlen sich die Feuerwehrkräfte – und man muss ihnen dabei wohl uneingeschränkt zustimmen – um die ehrenamtlich für die Allgemeinheit eingesetzte Freizeit betrogen und sprechen von einem Missbrauch ihres Ehrenamts. Ganz offensichtlich wird die Arbeit der Feuerwehr besonders durch Angehörige der jüngeren Generationen mit übertriebenem und falschem Anspruchsdenken ausgenutzt. Wehrleiter Faber stellte zu diesem Thema abschließend die Frage in den Raum, wie lange ein in dieser Form ständig steigender Aufgabenumfang noch ausschließlich ehrenamtlich zu leisten sei.

Zu den schönen Aufgaben eines Feuerwehrchefs gehören natürlich Beförderungen und Ehrungen. Der Oberbürgermeister beförderte Yvonne Müller zur Oberfeuerwehrfrau und Stefan Neuhaus zum Oberlöschmeister. Weil er andere Aufgaben übernimmt, wurde Stephan Ackermann als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart entbunden. Mit der weiteren Wahrnehmung der Aufgabe beauftragte der Oberbürgermeister Carsten Wirtz. Ein Silbernes Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt Oberbrandmeister Daniel Hilger aus der Hand des Oberbürgermeisters und ein Goldenes Feuerwehr-Ehrenzeichen für 45 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Hauptbrandmeister Albert Ospel. Vergeben hatte die Ehrungen der rheinland-pfälzische Innenminister. Albert Ospel hatte vom Oberbürgermeister schon kurz zuvor das vom Mayener Ehrenbürger Mario Adorf neu erschienene Buch „Zugabe“ mit einer persönlichen Widmung erhalten, weil er am Vortag seinen 60. Geburtstag feiern konnte.

Natürlich waren neben der neuen Drehleiter besonders die Beförderungen und Ehrungen nach dem Ende des offiziellen Teils des Tages noch lange Gesprächsstoff beim sich anschließenden gemütlichen Teil.

 

 

(Quelle: Blick-Aktuell, Ausgabe Mayen-Vordereifel vom 14.05.2019)

 

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Letzte Aktualisierung 16.07.2019 - 18:27 Uhr

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